- German Gravity Talents -
EHRGEIZ IST DER ERSTE SCHRITT ZUM ERFOLG
German Gravity Talents 2026 – Ein Camp zeigt, was möglich ist
Ende März wurde in Schulenberg nicht einfach trainiert.
Es wurde gearbeitet, analysiert – und vor allem verstanden, wo der deutsche Gravity-Sport aktuell steht.
Mit dem „German Gravity Talents“-Camp ist ein Format entstanden, das genau dort ansetzt, wo es bislang kaum Strukturen gibt: beim Übergang vom ambitionierten Nachwuchs zur nationalen und internationalen Spitze.

Acht Athlet:innen. Eine klare Richtung.
Acht Fahrerinnen und Fahrer aus ganz Deutschland – ausgewählt auf Basis von über 100 Rennen und Rückmeldungen aus der Szene – kamen zusammen, um den nächsten Schritt zu gehen.
Und schnell wurde klar:
Das Niveau ist da.
Ein Teil der Gruppe bewegt sich bereits auf dem Level der deutschen Spitze – allerdings ohne die Rahmenbedingungen, die man aus anderen Sportarten kennt. Vieles basiert aktuell auf Eigeninitiative, Eigenorganisation und persönlichem Einsatz.
Andere stehen genau an der Schwelle: bereit für den nächsten Schritt – wenn die Strukturen mitziehen.en.de
Mehr als nur Fahrtechnik
- Techniktraining auf anspruchsvollem Terrain
- Videoanalyse und individuelle Rückmeldungen
- Athletiktests als Einstieg in eine langfristige Datenerhebung
- Mentales Training mit Nina Hoffmann
- Entwicklungsgespräche zu sportlicher Perspektive und Sponsoring
- Mechanik-Workshop und direkter Austausch mit der Industrie

Klare Worte am Donnerstagabend
Ein besonderes Highlight war die Podiumsdiskussion mit Athlet:innen, Trainern, Industrie und Verband.
Und hier wurde nichts beschönigt:
• Hohe finanzielle Belastung für Athlet:innen
• Fehlende durchgängige Förderstrukturen
• Defizite in Trainer- und Vereinsarbeit
• Große Abhängigkeit von Eigeninitiative
Die wichtigste Erkenntnis:
▶ Das Problem ist nicht das Talent – sondern das System.
Ein erstes funktionierendes Modell
Das Camp hat gezeigt:
Ein strukturiertes, interdisziplinäres Trainingsformat funktioniert.
Die Kombination aus Technik, Athletik, Mentaltraining, Daten und Industrieanbindung hat erstmals zentrale Leistungsbereiche zusammengeführt.
Natürlich ist noch nicht alles perfekt:
• Themen wie Ernährung und Regeneration fehlen noch
• Scouting und Datenerhebung stehen am Anfang
Aber genau das ist der Punkt:
▶ Wir sind gestartet.
Und das ist mehr, als bisher da war.

Und jetzt?
Das Camp war kein einmaliges Event.
Es war ein Prototyp.
Die nächsten Schritte sind klar:
• Weiterentwicklung für 2027
• Ausbau der Inhalte
• Aufbau einer langfristigen Datengrundlage
• stärkere Vernetzung zwischen Sport, Verband und Industrie
Und vor allem:
▶ die richtigen Leute an einen Tisch bringen
Fazit
Der deutsche Gravity-Sport hat kein Talentproblem.
Er hat ein Strukturproblem.
Das Camp hat gezeigt, dass sich diese Lücke schließen lässt –
wenn man bereit ist, Dinge anzupacken.
Oder anders gesagt:
Wir haben nicht gewartet, bis sich etwas verändert.
Wir haben angefangen.
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„Wer Perspektiven schaffen will, muss den Mut haben, Strukturen zu bauen.“
— A. Frank, Vorsitzender Radsportbezirk Oberschwaben e.V.
